Wort zum Sonntag 5/2019

Manja Karl | 10.03.2019

In Solidarität mit allen Geschöpfen Gottes leben

Das ist für mich schon eine große Enttäuschung: dass nach der großen Öffnung vor fast 30 Jahren und all den Hoffnungen von damals heute wieder an vielen Stellen in der Welt dicht gemacht wird. Mauern werden hochgezogen, Grenzen werden undurchlässiger, Beifall bekommt, wer sich abgrenzt. Das Fremde und die Fremden werden argwöhnisch beobachtet. Große Worte werden dabei in die Debatte geworfen: Identität, Tradition, Werte! Zu meiner Identität gehört der Glaube, dass Gott sich eingelassen hat auf alle Menschen - ohne Ausnahme und das in einer Radikalität, die einem fast den Atem nimmt: In diesen Wochen vor Ostern bedenken wir Christen den Weg Jesu durch das Leiden bis ans Kreuz. Und wir bekennen uns dazu, das ist der Weg Gottes: Nicht das Eigene retten, sondern sich zu denen stellen, die ganz unten sind; im Menschen immer zuerst den Menschen sehen, Menschenschwester, Menschenbruder, Gotteskind. Am Ende der Passionszeit werden wir Ostern feiern, den Sieg des Lebens über den Tod. Aber an diesem Sieg werden wir nur Anteil haben, wenn wir in Solidarität mit allen Geschöpfen Gottes leben, und wenn es sein muss auch leiden.
Bernd Rudolph, Pf.i.R.
Bad Lauchstädt






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Losung vom 26.05.2019
Das ist mir lieb, dass der HERR meine Stimme und mein Flehen hört. Wenn du betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.
Psalm 116,1 Matthäus 6,6

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