Wort zum Sonntag 5/2019

Manja Karl | 10.03.2019

In Solidarität mit allen Geschöpfen Gottes leben

Das ist für mich schon eine große Enttäuschung: dass nach der großen Öffnung vor fast 30 Jahren und all den Hoffnungen von damals heute wieder an vielen Stellen in der Welt dicht gemacht wird. Mauern werden hochgezogen, Grenzen werden undurchlässiger, Beifall bekommt, wer sich abgrenzt. Das Fremde und die Fremden werden argwöhnisch beobachtet. Große Worte werden dabei in die Debatte geworfen: Identität, Tradition, Werte! Zu meiner Identität gehört der Glaube, dass Gott sich eingelassen hat auf alle Menschen - ohne Ausnahme und das in einer Radikalität, die einem fast den Atem nimmt: In diesen Wochen vor Ostern bedenken wir Christen den Weg Jesu durch das Leiden bis ans Kreuz. Und wir bekennen uns dazu, das ist der Weg Gottes: Nicht das Eigene retten, sondern sich zu denen stellen, die ganz unten sind; im Menschen immer zuerst den Menschen sehen, Menschenschwester, Menschenbruder, Gotteskind. Am Ende der Passionszeit werden wir Ostern feiern, den Sieg des Lebens über den Tod. Aber an diesem Sieg werden wir nur Anteil haben, wenn wir in Solidarität mit allen Geschöpfen Gottes leben, und wenn es sein muss auch leiden.
Bernd Rudolph, Pf.i.R.
Bad Lauchstädt






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Losung vom 18.03.2019
Weh denen, die unrechtes Urteil schreiben, um die Sache der Armen zu beugen und Gewalt zu üben am Recht der Elenden! Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Jesaja 10,1.2 Römer 12,2

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