01.02.2024
Sächsischer Staatspreis Ländliches Bauen 2023

geht in der Kategorie »Öffentliche Nutzung« an die Pfarrscheune in Kitzen

Am 25. November 2023 verlieh der Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt den "Sächsischen Staatspreis Ländliches Bauen 2023" in den verschiedenen Kategorien. Aller 2 Jahre wird der Preis für besonders herrausragende Bauresultate in den ländlichen Regionen vergeben. Dabei wird unterschieden in die Kategorien »Wohnen«, »Gewerbliche Nutzung«, »Öffentliche Nutzung« und »Multiple Nutzung«. Jede Auszeichnung ist mit jeweils 5000 Euro dotiert.

Die Jury aus Fachleuten hat dieses Jahr die nachhaltige Sanierung und Umnutzung der Pfarrscheune in Kitzen (Stadt Pegau) zum Sieger in der Kategorie »Öffentliche Nutzung« ernannt. 

Der Staatspreis für die Pfarrscheune geht an den Evangelischen Gemeindekirchenrat Hohenlohe im Pfarrbereich Kitzen-Schkeitbar. Die ausgezeichnete Pfarrscheune ist Teil eines denkmalgeschützten Ensembles und steht nun Kirche und Dorfgemeinschaft als Veranstaltungsort zur Verfügung.

Auszüge aus den Begründungen der Jury für die Preisträger in der Kategorie Öffentliche Nutzung:

»Die große, im 18. Jahrhundert erbaute Pfarrscheune im historischen Pfarrhof von Kitzen ließ bei der engagierten Kirchgemeinde die Idee reifen, dieses Baudenkmal vor dem Verfall zu retten. Mit Überzeugungskraft, Ausdauer und guten Argumenten ist es den am Projekt Beteiligten gelungen, auch die Zweifler vom Erhalt der Scheune zu begeistern. ‚So wenig wie möglich und so viel wie nötig‘ war das Motto bei der Lösung dieser anspruchsvollen Bauaufgabe. So ist ein für Veranstaltungen multifunktional nutzbarer, barrierefreier Raum mit Küche, WC und einer Künstlerwerkstatt entstanden. Bereits im Prozess der Entstehung, wurde hier mit vielen Arbeitseinsätzen Gemeinschaft gelebt. Der Wettbewerbsbeitrag setzt dem allgemeinen Streben nach Perfektion das besondere Wissen um das wirklich Notwendige entgegen. Der sparsame Umgang mit Ressourcen durch die Bergung wiederverwendbarer Baumaterialien, die Reparatur der Holzkonstruktion, das Aufarbeiten historischer Bauteile, wie der Scheunentore, und nicht zuletzt das Weglassen der Beheizung durch die bewusste Entscheidung für den Sommerbetrieb zeichnet dieses Objekt mit einem konsequent nachhaltigen Ansatz aus.«

(Quelle https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1071303)